Freitag, 19. Juni, 2026, 22:00 Uhr
Maria Bertel, Elena Victoria Pastor & David Wallraf
Maria Bertel ist eine dänische Posaunistin und Komponistin. Der akustische Klang ihres verstärkten Instruments erzeugt eine Klangwelt, die von Drone- und Noise-Musik inspiriert ist. Was normalerweise nicht hörbar ist, tritt zutage: Bewegungen, Metall und Atem werden zu einem wirbelnden Bestandteil ihrer Kompositionen. Sich wandelnde organische Muster entstehen, winzige Klänge werden brutal deutlich, ebenso wie das Obertonspektrum des Instruments.
Flying Rivers ist eine Live-Klanginstallation, inspiriert vom übermenschlichen Hören und der Biologie atmosphärischer Flüsse. Ausgehend von Klanglandschaften des Amazonas und des Monsuns lädt das Werk zu einer interspezies-Hörweise jenseits des Menschlichen ein. Becken, Trommeln, Gong und Fässer werden vom Wasser gespielt, während der Klang durch Modulation, Rückkopplung und Effekte transformiert wird. David Wallraf ist ein*e nicht-binäre*r Noise-Künstler*in, Forscher*in und Theoretiker*in, ohne Pronomen. Elena Victoria Pastor ist eine venezolanische interdisziplinäre Künstlerin und Sängerin; beide leben in Hamburg.
Samstag, 20. Juni, 2026, 22:00 Uhr
Helgoland/Hunger
Die in Hamburger Instrumentalband Helgoland ist seit 1993 aktiv. Ihr früheres Schaffen reichte von freier Improvisation über Electro-Tracks und kurze Jingles bis hin zu multistilistischen Stücken. Der Sound von Helgoland wurde als „Avant-Pop“, „Jazz-Punk“ oder „Snatch-Core“ (Max Dax) und als „Sitz auf acht unbequemen Stühlen“ (Lars Brinkmann) oder „tausendklangige Rhythmusbananen“ (Kristof Schreuf) charakterisiert.
Die Band Hunger, bestehend aus Christoph Rothmeier und Jörg Hochapfel, existiert seit 1996 – zunächst am Bodensee, dann in Hamburg und schließlich in Berlin sowie in Thiers, Frankreich.
Früher in der Musikwelt bekannt für ihre „abstrakten Pop-Studien mit dadaistischem Touch“ (taz) und „nervösen Disco-Punk-Krach“ (Tagesspiegel), bewegen sie sich in den letzten Jahren auf etwas ruhigerem, aber nicht weniger verwirrendem musikalischen Terrain zwischen stolpernder Exotica und verstimmtem Fake-Folk, wobei sie Synthesizer, Heimorgeln, Theremin und selbstgebaute Instrumente einsetzen.
Die Konzerte finden im Rahmen des blurred edges Festival 2026 statt.
Die Veranstaltung wird unterstützt von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Verband für aktuelle Musik Hamburg.