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»EINDRUCK JUNGER AUSDRÜCKE«

MING13 MAX BRAUER SCHULE ALTONA

Dienstag, 19. März 2019 18 – 21Uhr

 

„Ausgehend von einem Besuch auf der NORD-ART in Rendsburg, die jedes Jahr eine umfangreiche Auswahl an internationaler Gegenwartskunst zeigt, hat sich eine Profilklasse der Max-Brauer Stadtteilschule in Altona die Frage gestellt, welche Themen sie aktuell wirklich beschäftigen und wie diese Kunst werden können. Dabei bedienen sich die Abiturient*innen verschiedener Genres wie: Video, Fotografie, Skulptur, Malerei, Installation, Zeichnung und Collage.


»Some Stories«

Lilian Robl /
Birgit Wagner /
Rebekka Reiss /
Victoria Kleinecke /
Sophie Schmidt /
Minjae Lee /
Sophia Mainka /
Nikolai Guembel /
Sandra Hasenoeder /
Adrian Soelch /
Sarah Lehnerer /
Inka Meißner

Samstag 23. März 11 – 17Uhr

 

Gemeinsame Ausstellung / Podcast und Zine Release im Anschluss an das Seminar “Some Stories How The Alien Bridged The Gap With Her Mind”, AdbK München

30 Jahre nach Lucia Berlins Roman A Manual for Cleaning Women beschreibt Heike Geißler in dem Buch Saisonarbeit die autobiografischen Erfahrungen der Anti-Heldin, einer Schriftstellerin, die bei Amazon in Saisonarbeit Bücher verpackt, statt ihre eigenen zu schreiben, während die „Cleaning Woman“ eine Generation zuvor in der Wohnung ihrer Arbeitgeber und Freunde sitzt und raucht und schreibt, statt das zu tun, wofür sie eigentlich bezahlt wird: zu putzen.

Die Idee des Seminars war es, künstlerische Formen anzuschauen, die dem Akt des Erzählens entspringen und einer zunächst nicht weiter definierten Entfremdung mit der eigenen Sprecherposition begegnen, um zu untersuchen, inwiefern das Erzählen vom „Prekär-Sein“ die Prekarität selbst modifiziert. Das kann über Texte passieren, aber auch über den Körper oder andere Bewegungen und lässt sich folglich nicht aufs Schreiben reduzieren. Dementsprechend suchen wir auch nach Ritualen, Lebenslinien, biografischen Mustern und Agencies, nach Zusammenschlüssen, Communities oder eben Kunst.

Dabei stellt sich die Frage, ob der bewusste Zustand des Prekär-Seins sich zumindest auch dafür nutzen lässt, die strukturellen Freiräume innerhalb von sozialen Normen noch einmal anders in den Blick zu bekommen. Das heißt hier konkret, aus der Richtung verschiedener Formate von „Autofiktion“ auf mögliche (historische sowie aktuelle) Freistellen zu schauen, die sich in abgeschlossener Theorie selten finden lassen. Anders gesagt: Der Kanon „as we know it“ ist abgeschlossen und deswegen können seine Diskurse hier nur als eine narrative Form unter vielen berücksichtigt werden.