2016_04

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Anna Hoffmann / Markus Stein
„URSUPPE“
11 – 13. März 2016

Anna Hofmanns „Holothurien“ erinnern an nekrotiesierte Organe, an Tiere aus den Urmeeren oder übergrosse Synapsen eines Nervensystems. Sie hängen von der Decke herab oder liegen verzerrt auf dem Boden, was ein Gefühl der Befremdung über diese leblosen Objekte hervorruft.
Demgegenüber zeigt Markus Stein seine Glasmalereien aus der Serie „A Thousand Memories“, die ebenfalls düster wirken. Erst bei genauerem Hinsehen werden teils abstrakte, teils bildhafte Formen erkennbar. Alle diese in Wachsrahmen eingebetteten Bilder sind Bruchstücke, die Erinnertes und Gefundenes, Geschehenes und Ungeschehenes, aber auch Personen und Orte umfassen. Daraus ergibt sich ein großes Gedächtnis und damit eine eigene Identität.
Ein weiterer Teil dieses Gedächtnisses ist die Fotoarbeit „Da draußen“ von Markus Stein.
Die Zeichnungen aus der Serie „Polkadots“ von Anna Hofmann beschreiben eine entfremdetete Alltäglichkeit, in der absurde Szenen und skurrile Gegenstände entstehen.
Die Animation „A Place To Feel Well“ von Markus Stein stellt in aller Langsamkeit eine Naturszene dar, die vollkommen künstlich und konstruiert ist und dennoch zur Kontemplation einlädt.
Hoffmann / Stein, 2016